Bombay Dub Orchestra
Bombay Dub Orchestra

Die Soundtracks der Bollywood-Filme sind im deutschen Privatfernsehen mittlerweile fest verankert. Mehr als das: Eine cineastische Flut vom Subkontinent stürzt auf uns ein, dass es der einen oder dem anderen schon zu viel werden könnte mit den farbenfrohen Massentanz-Szenen, dem trashigen Romantik-Kitsch und den sentimentalen Liebeshymnen. Wer sich auf ein eher dezenteres Indienflair einlassen will, kann mit dem BOMBAY DUB ORCHESTRA nun in eine chilliges Soundscape eintauchen, jedoch ganz ohne wabernde Esoterik-Nebel – und auf die verschwenderischen Streichersounds sowie indische Vokalkunst muss man dabei gar nicht verzichten.

Die Klangwelt des Orchesters geht auf die Idee zweier Engländer zurück: Im Auftrag des indo-britischen Duos Spellbound waren GARRY HUGHES und ANDREW T. MACKAY in Indien unterwegs, um dort Beiträge von großen Sessionmusikern einzufangen. Überwältigt von deren Fähigkeiten reifte die Idee in ihnen, selbst ein Projekt mit diesen Koryphäen auf den Weg zu bringen – mit Zielrichtung Chill Out.

Zunächst aber musste das solcherart ersponnene Brainchild erst mal warten, denn die beiden Tüftler – vielgefragte Meister ihres Fachs – hatten zunächst einen Berg anderer Aufträge abzuarbeiten. HUGHES ist ein oft gebuchter Keyboarder und Produzent, der schon im Auftrag Ihrer Majestät Björk handelte (auf dem Debut-Album), von Sly & Robbie sowie Garbage und The Art Of Noise eingespannt wurde. Für Six Degrees legte er Hand an die Produktionen von Euphoria oder Bobi Céspedes. MACKAY verdiente sein Geld durch Soundtracks, das Arrangieren von Streichorchestern für ABC und die Rockband VAST, agierte sogar interdisziplinär für die Fotografin Annie Leibovitz und den Schauspieler Peter Cushing.

Schließlich fand das Doppelgespann doch Zeit, die Köpfe für den indophilen Plan zusammenzustecken. In einem beschaulichen englischen Landstudio legten sie die Klanggerüste für die Tracks fest, komponierten qua Computer ein Phantomorchester hinein, alles mit großzügigem, „cinematographischem” Anstrich. Mit Leben erfüllte die Spuren dann ein 28köpfiges Streichorchester aus Bombay, das schichtweise übereinandergetürmt wurde, um einen symphonischen Panoramaklang zu erreichen. In einem letzten Schritt öffnete man die Gewürzspeicher: Angesehene Solisten aus dem Vokalbereich, Virtuosen auf Sitar, Sarangi, Tabla und Bansuri-Flöte beehrten die beiden Briten mit ihrer Improvisations-Kunst, verliehen manchen Tracks eine so prägende Duftnote, dass Hughes und Mackay sie nochmals umkonzipierten. Das Endergebnis ist voller East-West-Reize: Melismatische Streicher treffen auf Triphop und Ambient, abendländische Klassikanklänge auf östliche Skalentechnik. Als Bonus haben die Engländer ihr eigenes Material gleich nochmals mit Alternativ-Versionen recycelt, die die Stücke unter Dub- und Dancefloor-Hörwinkel auf einer zweiten CD in Angriff nehmen – und ein reines Orchesterstück lauert auch zwischen den Remixes.

Tracks
CD 1
1. Compassion 4:45
2. Rare Earth 5:45
3. Mumtaz 4:09
4. The Berber Of Seville 4:02
5. To The Shore 6:20
6. The Greater Silence 6:19
7. Feel 6:46
8. Dust 4:18
9. Sonata 3:18
10. Unexpected Rain 5:04
11. Beauty And The East 8:40
12. Remembrance 2:17
CD 2
1. Rare Earth (The Forest Of Thieves Mix) 8:44
2. Feel (The Diamond Cake Mix) 5:34
3. Beauty And The East (The Marine Drive Traffic Jam) 6:16
4. The Berber Of Seville (The Berber Of Suburbia Mix) 6:07
5. Dust (The Pigment Of Your Imagination Mix) 7:26
6. Compassion (The Continental Drift Mix) 6:57
7. The Berber Of Seville (Orchestral Version) (Mackay’s Celestial Vision) 5:38
8. Remembrance (Fires Remix)

2006
Bombay Dub Orchestra

Die Soundtracks der Bollywood-Filme sind im deutschen Privatfernsehen mittlerweile fest verankert. Mehr als das: Eine cineastische Flut vom Subkontinent stürzt auf uns ein, dass es der einen oder dem anderen schon zu viel werden könnte mit den farbenfrohen Massentanz-Szenen, dem trashigen Romantik-Kitsch und den sentimentalen Liebeshymnen. Wer sich auf ein eher dezenteres Indienflair einlassen will, kann mit dem BOMBAY DUB ORCHESTRA nun in eine chilliges Soundscape eintauchen, jedoch ganz ohne wabernde Esoterik-Nebel – und auf die verschwenderischen Streichersounds sowie indische Vokalkunst muss man dabei gar nicht verzichten.

Die Klangwelt des Orchesters geht auf die Idee zweier Engländer zurück: Im Auftrag des indo-britischen Duos Spellbound waren GARRY HUGHES und ANDREW T. MACKAY in Indien unterwegs, um dort Beiträge von großen Sessionmusikern einzufangen. Überwältigt von deren Fähigkeiten reifte die Idee in ihnen, selbst ein Projekt mit diesen Koryphäen auf den Weg zu bringen – mit Zielrichtung Chill Out.

Zunächst aber musste das solcherart ersponnene Brainchild erst mal warten, denn die beiden Tüftler – vielgefragte Meister ihres Fachs – hatten zunächst einen Berg anderer Aufträge abzuarbeiten. HUGHES ist ein oft gebuchter Keyboarder und Produzent, der schon im Auftrag Ihrer Majestät Björk handelte (auf dem Debut-Album), von Sly & Robbie sowie Garbage und The Art Of Noise eingespannt wurde. Für Six Degrees legte er Hand an die Produktionen von Euphoria oder Bobi Céspedes. MACKAY verdiente sein Geld durch Soundtracks, das Arrangieren von Streichorchestern für ABC und die Rockband VAST, agierte sogar interdisziplinär für die Fotografin Annie Leibovitz und den Schauspieler Peter Cushing.

Schließlich fand das Doppelgespann doch Zeit, die Köpfe für den indophilen Plan zusammenzustecken. In einem beschaulichen englischen Landstudio legten sie die Klanggerüste für die Tracks fest, komponierten qua Computer ein Phantomorchester hinein, alles mit großzügigem, „cinematographischem” Anstrich. Mit Leben erfüllte die Spuren dann ein 28köpfiges Streichorchester aus Bombay, das schichtweise übereinandergetürmt wurde, um einen symphonischen Panoramaklang zu erreichen. In einem letzten Schritt öffnete man die Gewürzspeicher: Angesehene Solisten aus dem Vokalbereich, Virtuosen auf Sitar, Sarangi, Tabla und Bansuri-Flöte beehrten die beiden Briten mit ihrer Improvisations-Kunst, verliehen manchen Tracks eine so prägende Duftnote, dass Hughes und Mackay sie nochmals umkonzipierten. Das Endergebnis ist voller East-West-Reize: Melismatische Streicher treffen auf Triphop und Ambient, abendländische Klassikanklänge auf östliche Skalentechnik. Als Bonus haben die Engländer ihr eigenes Material gleich nochmals mit Alternativ-Versionen recycelt, die die Stücke unter Dub- und Dancefloor-Hörwinkel auf einer zweiten CD in Angriff nehmen – und ein reines Orchesterstück lauert auch zwischen den Remixes.

Tracks
CD 1
1. Compassion 4:45
2. Rare Earth 5:45
3. Mumtaz 4:09
4. The Berber Of Seville 4:02
5. To The Shore 6:20
6. The Greater Silence 6:19
7. Feel 6:46
8. Dust 4:18
9. Sonata 3:18
10. Unexpected Rain 5:04
11. Beauty And The East 8:40
12. Remembrance 2:17
CD 2
1. Rare Earth (The Forest Of Thieves Mix) 8:44
2. Feel (The Diamond Cake Mix) 5:34
3. Beauty And The East (The Marine Drive Traffic Jam) 6:16
4. The Berber Of Seville (The Berber Of Suburbia Mix) 6:07
5. Dust (The Pigment Of Your Imagination Mix) 7:26
6. Compassion (The Continental Drift Mix) 6:57
7. The Berber Of Seville (Orchestral Version) (Mackay’s Celestial Vision) 5:38
8. Remembrance (Fires Remix)

Textdatum: 2006-03-03  
Textrechte:
© Exil/Six Degrees  
Vertrieb: Indigo Musikproduktion + Vertrieb GmbH
Ident-Code: 602/869/1


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