Blackmore's Night
All our Yesterdays

Ritchie Blackmore ist sicher einer der einflussreichsten Gitarristen der Rockmusik. Mit seiner Spielweise, z.B. auf dem Deep Purple-Album “In Rock”, hat er Maßstäbe für nachfolgende Generationen von Rockgitarristen gesetzt. Welcher Gitarrist der härteren Gangart hat sich nicht an Blackmores Solo in “Highway Star” (vom Album “Made in Japan”, 1972) versucht?

Nun, diese Zeiten sind lange vorbei. Mittlerweile macht der 1945 geborene Engländer deutlich sanfteren Folk-Rock mit leichtem Renaissance-Klang. Zusammen mit seiner Frau, in der Band Blackmore’s Night. Vom durchgeknallten Hardrocker, der sich selbst mal als den “Spastiker unter den Gitarristen” bezeichnet hat, ist nichts mehr übrig. Nun geht es um Wohlklang und raffinierte Melodielinien. Blackmore war schon immer ein großer Fan von Ian Anderson, vielleicht liegt es daran.

Auch wenn Blackmore 1997 wegen des Stilwechsels noch belächelt wurde, was er mit Blackmore’s Night auf die Beine gestellt hat, kann sich sehen (bzw. hören) lassen. Zehn Alben hat diese Band mittlerweile aufgenommen. Nicht jedes ist eine Glanztat, aber in den letzten Jahren hat er einen raffinierten Stil gefunden, der bei einzelnen Stücken zaghaft an alte Zeiten erinnert.

Das neue Album “All our Yesterdays” ist ein Beispiel für die Entwicklung der letzten Jahre. Alles klingt entspannter als auf den frühen Alben. Die Band scheint sich ihrer Sache sicher zu sein. Die Melodien fließen, das Zusammenspiel wirkt harmonisch. Das deutliche Pop-Element überrascht noch immer, wenn man bedenkt, wer dahinter steht.

Alles in allem präsentiert die Band einen Sound, der vereinzelt an Fairport Convention erinnert. Blackmore’s Night tendiert aber deutlich mehr in Richtung Pop und leichte Unterhaltung. Wohltuend ist allerdings, dass sich der Altmeister nicht in den Vordergrund spielt, dennoch wird es vor allem dann interessant, wenn Blackmore zum Solo ansetzt. Damit rettet er sogar den absoluten Fehltritt des Albums, “Darker Shade of Black”.

Orientierungshilfe

All our Yesterdays

Ritchie Blackmore ist sicher einer der einflussreichsten Gitarristen der Rockmusik. Mit seiner Spielweise, z.B. auf dem Deep Purple-Album “In Rock”, hat er Maßstäbe für nachfolgende Generationen von Rockgitarristen gesetzt. Welcher Gitarrist der härteren Gangart hat sich nicht an Blackmores Solo in “Highway Star” (vom Album “Made in Japan”, 1972) versucht?

Nun, diese Zeiten sind lange vorbei. Mittlerweile macht der 1945 geborene Engländer deutlich sanfteren Folk-Rock mit leichtem Renaissance-Klang. Zusammen mit seiner Frau, in der Band Blackmore’s Night. Vom durchgeknallten Hardrocker, der sich selbst mal als den “Spastiker unter den Gitarristen” bezeichnet hat, ist nichts mehr übrig. Nun geht es um Wohlklang und raffinierte Melodielinien. Blackmore war schon immer ein großer Fan von Ian Anderson, vielleicht liegt es daran.

Auch wenn Blackmore 1997 wegen des Stilwechsels noch belächelt wurde, was er mit Blackmore’s Night auf die Beine gestellt hat, kann sich sehen (bzw. hören) lassen. Zehn Alben hat diese Band mittlerweile aufgenommen. Nicht jedes ist eine Glanztat, aber in den letzten Jahren hat er einen raffinierten Stil gefunden, der bei einzelnen Stücken zaghaft an alte Zeiten erinnert.

Das neue Album “All our Yesterdays” ist ein Beispiel für die Entwicklung der letzten Jahre. Alles klingt entspannter als auf den frühen Alben. Die Band scheint sich ihrer Sache sicher zu sein. Die Melodien fließen, das Zusammenspiel wirkt harmonisch. Das deutliche Pop-Element überrascht noch immer, wenn man bedenkt, wer dahinter steht.

Alles in allem präsentiert die Band einen Sound, der vereinzelt an Fairport Convention erinnert. Blackmore’s Night tendiert aber deutlich mehr in Richtung Pop und leichte Unterhaltung. Wohltuend ist allerdings, dass sich der Altmeister nicht in den Vordergrund spielt, dennoch wird es vor allem dann interessant, wenn Blackmore zum Solo ansetzt. Damit rettet er sogar den absoluten Fehltritt des Albums, “Darker Shade of Black”.

Textdatum: 2016-04-11  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Ident-Code: 9817/958/1


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