Bajofondo
Mar Dulce

Er mag sie nicht, die Bezeichnung “Electrotango”, weil seine Musik weit mehr ist, als diese Stilbezeichnung suggeriert. Er, Gustavo Santaolalla, hat damit natürlich recht. Doch liegt einem dieses Wort einfach auf der Zunge, wenn man “Mar Dulce” hört. Santaolalla beschreibt seine Musik so: “Musik vom Rio de la Plata, und wenn man Musik kreieren möchte, die zeitgenössische Klänge aus Städten wie Buenos Aires und Montevideo repräsentiert, dann ist es – zumindest in unseren Augen – nur natürlich, daß auch Elemente von Tango, Murga, Milonga und Candombe in diese Musik einfließen.”

Jede Menge Gastkünstler helfen auf “Mar Dulce” mit, die Stilgrenzen weiter zu verwischen: Internationale Stars wie Elvis Costello, Nelly Furtado, die spanische Sängerin/Rapperin Mala Rodríguez und der japanische Bandonéon-Virtuose Ryota Komatsu sind zu hören. Aber auch südamerikanische Größen wie Fernando Santullo (ehemals Vokalist der uruguaynischen Rock- und HipHop-Band Peyote Asesino, der auch BTC-Mitglied Juan Campodónico angehörte), Gustavo Cerati (in den 80er Frontmann der in ganz Südamerika gefeierten argentinischen Rock-Band Soda Stereo), Juan Subirá (Keyboarder der argentischen Rock-Band Bersuit Vergarabat) oder die uruguyanische Diva Lágrima Ríos, die kurz nach diesen (ihren letzten) Aufnahmen im Alter von 82 Jahren in Montevideo verstarb.

Der 1952 in Buenos Aires geborene Musiker, Komponist und Produzent Gustavo Santaolalla begann seine Karriere in den späten 60er Jahren als Gitarrist in der argentinischen Band Arco Iris, die psychedelischen Rock mit heimischer Folklore und Jazzeinflüssen mischte. Schnell stieg Arco Iris zu einer der erfolgreichsten Bands Argentiniens auf und geriet ins Fadenkreuz des Militärregimes. Um Repressionen zu entgehen, ging Gustavo in den 70er Jahren in die USA. Dort traf er auf den ebenfalls expatriierten Landsmann Aníbal Kerpel, mit dem er die Band Wet Picnic gründete und später ins Produzentengeschäft einstieg. Die ersten großen Erfolge verzeichnete das Team Santaolalla-Kerpel Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre mit mexikanischen Rockbands, darunter befanden sich Maldita Vencidad und Café Tacuba. Danach stieg Gustavo Santaolalla – wobei er nach wie vor oft mit Aníbal Kerpel zusammenarbeitete – zum wohl erfolgreichsten Produzenten lateinamerikanischer Rock- und Popmusik auf. Verantwortlich zeichnete er u.a. für Platten von Los Fabulosos Cadillacs, Molotov, Juanes und Paulina Rubio. 2002 gründete er mit seinem uruguayanischen Kollegen Juan Campodónico und dem gebürtigen Franzosen Luciano Supervielles die Band Bajofondo.

Mit “Mar Dulce” legt Bajofondo nun das dritte Album vor und es ist als äußerst gelungen zu bezeichnen. Die verschiedenen stilistischen Elemente ergeben einen heißen Sound, der dem Hörer mächtig einheizt. Bajofondo brennen zusammen mit ihren Gästen regelrecht ein musikalisches Feuerwerk ab. Tango, Murga, Milonga und Candombe in zeitgemäßer Form. Perfekt!

Unsere CD des Monats Januar 2008!

Tracks:
1 Grand Guignol
2 Cristal
3 Ya no duele (feat. Fernando Santullo)
4 Hoy (feat. Juan Subirá)
5 Pa’ bailar
6 Pulmon
7 Fairly (feat. Elvis Costello)
8 El mareo (feat. Gustavo Cerati)
9 El anden (feat. Mala Rodríguez)
10 Infiltrado
11 Borges y Paraguay
12 Tuve sol
13 No pregunto cuantos son
14 Slippery Sidewalks (feat Nelly Furtado)
15 Zitarrosa
16 Chuiquilines (feat. Lágrima Ríos)

2008
Mar Dulce

Er mag sie nicht, die Bezeichnung “Electrotango”, weil seine Musik weit mehr ist, als diese Stilbezeichnung suggeriert. Er, Gustavo Santaolalla, hat damit natürlich recht. Doch liegt einem dieses Wort einfach auf der Zunge, wenn man “Mar Dulce” hört. Santaolalla beschreibt seine Musik so: “Musik vom Rio de la Plata, und wenn man Musik kreieren möchte, die zeitgenössische Klänge aus Städten wie Buenos Aires und Montevideo repräsentiert, dann ist es – zumindest in unseren Augen – nur natürlich, daß auch Elemente von Tango, Murga, Milonga und Candombe in diese Musik einfließen.”

Jede Menge Gastkünstler helfen auf “Mar Dulce” mit, die Stilgrenzen weiter zu verwischen: Internationale Stars wie Elvis Costello, Nelly Furtado, die spanische Sängerin/Rapperin Mala Rodríguez und der japanische Bandonéon-Virtuose Ryota Komatsu sind zu hören. Aber auch südamerikanische Größen wie Fernando Santullo (ehemals Vokalist der uruguaynischen Rock- und HipHop-Band Peyote Asesino, der auch BTC-Mitglied Juan Campodónico angehörte), Gustavo Cerati (in den 80er Frontmann der in ganz Südamerika gefeierten argentinischen Rock-Band Soda Stereo), Juan Subirá (Keyboarder der argentischen Rock-Band Bersuit Vergarabat) oder die uruguyanische Diva Lágrima Ríos, die kurz nach diesen (ihren letzten) Aufnahmen im Alter von 82 Jahren in Montevideo verstarb.

Der 1952 in Buenos Aires geborene Musiker, Komponist und Produzent Gustavo Santaolalla begann seine Karriere in den späten 60er Jahren als Gitarrist in der argentinischen Band Arco Iris, die psychedelischen Rock mit heimischer Folklore und Jazzeinflüssen mischte. Schnell stieg Arco Iris zu einer der erfolgreichsten Bands Argentiniens auf und geriet ins Fadenkreuz des Militärregimes. Um Repressionen zu entgehen, ging Gustavo in den 70er Jahren in die USA. Dort traf er auf den ebenfalls expatriierten Landsmann Aníbal Kerpel, mit dem er die Band Wet Picnic gründete und später ins Produzentengeschäft einstieg. Die ersten großen Erfolge verzeichnete das Team Santaolalla-Kerpel Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre mit mexikanischen Rockbands, darunter befanden sich Maldita Vencidad und Café Tacuba. Danach stieg Gustavo Santaolalla – wobei er nach wie vor oft mit Aníbal Kerpel zusammenarbeitete – zum wohl erfolgreichsten Produzenten lateinamerikanischer Rock- und Popmusik auf. Verantwortlich zeichnete er u.a. für Platten von Los Fabulosos Cadillacs, Molotov, Juanes und Paulina Rubio. 2002 gründete er mit seinem uruguayanischen Kollegen Juan Campodónico und dem gebürtigen Franzosen Luciano Supervielles die Band Bajofondo.

Mit “Mar Dulce” legt Bajofondo nun das dritte Album vor und es ist als äußerst gelungen zu bezeichnen. Die verschiedenen stilistischen Elemente ergeben einen heißen Sound, der dem Hörer mächtig einheizt. Bajofondo brennen zusammen mit ihren Gästen regelrecht ein musikalisches Feuerwerk ab. Tango, Murga, Milonga und Candombe in zeitgemäßer Form. Perfekt!

Unsere CD des Monats Januar 2008!

Tracks:
1 Grand Guignol
2 Cristal
3 Ya no duele (feat. Fernando Santullo)
4 Hoy (feat. Juan Subirá)
5 Pa’ bailar
6 Pulmon
7 Fairly (feat. Elvis Costello)
8 El mareo (feat. Gustavo Cerati)
9 El anden (feat. Mala Rodríguez)
10 Infiltrado
11 Borges y Paraguay
12 Tuve sol
13 No pregunto cuantos son
14 Slippery Sidewalks (feat Nelly Furtado)
15 Zitarrosa
16 Chuiquilines (feat. Lágrima Ríos)

Textdatum: 2008-01-01  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Vertrieb: Universal Music Vertrieb
Ident-Code: 1225/621/1


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