Aynur
Kece Kurdan

Aynur DoÄŸan wurde am 1. März 1975 in Çemisgezek, Türkei, in einer vorwiegend von Zaza-Kurden bewohnten Region geboren.

Als sie Anfang der 1990er-Jahre mit ihren Eltern von ihrem Heimatdorf aufgrund der damaligen politischen Ereignisse nach Istanbul zog, kam sie zum ersten Mal intensiv mit Musik in Berührung. Diese Erfahrung rief in ihr den Wunsch wach, Musikerin zu werden. Aynur nahm daraufhin Unterricht für BaÄŸlama und studierte Gesang.

Mit “Keçe Kurdan” wird nun ihr bereits 2004 erschienenes zweites Album neu aufgelegt, das unter Mitwirkung von Aykut Gürel, Serdar Ateºer, Kemal Sahir Gürel und Burhan Bayar eingespielt wurde. Produziert wurde es von Hasan Saltik, den Produzenten und Gründer von Kalan, einem der besten türkischen Labels. Das Album enthält eigene Kompositionen wie auch türkische und kurdische Volkslieder. Der Titel bedeutet auf deutsch “Kurdisches Mädchen”.

Das Album war nicht nur in den kurdischen Albumcharts sehr erfolgreich, sondern erregte auch in der türkischen und internationalen Presse große Aufmerksamkeit. Doch brachte es der Sängerin auch Ärger ein. So entschied ein Gericht in Diyarbakır, das Album zu verbieten. Angeblich sollte das Titelstück Frauen dazu ermutigen, sich für den Kampf der Kurden zu engagieren. Nur wenige Monate später wurde das Urteil allerdings wieder aufgehoben.

Dazu Aynur: “Gut, es gibt einen politischen Unterton in der kurdischen Musik. Nichtsdestotrotz ist das, was mich am meisten interessiert, dass die Musik von Liebe, Emotion, Freude und der Bitterkeit des Lebens erzählt. Manchmal kommt es vor, dass die Emotionen in meinen Liedern von politischen Ereignissen herrühren, aber grundsätzlich sind meine Lieder nicht politisch. Ich glaube auch, dass das Teil meiner kurdischen Musikerziehung ist. Politische Lieder sind ein neues Phänomen in der kurdischen Musik, während die Barden der Vergangenheit von Themen sangen, die mich mehr interessieren. Ich mache Musik und keine Politik.”

In Aynurs Musik findet man neben kurdischer und türkischer Musik, Einflüsse aus dem Mittleren Orient, dem Iran, Spanien, Griechenland und Lateinamerika. Aber was ihren Stil am meisten prägt, ist die große Tradition der Barden aus dem Osten der Türkei, wo die Barden von Stadt zu Stadt zogen um ihre eigenen Kompositionen sowie die über Jahrhunderte hinweg von Generation zu Generation überlieferten ehrwürdigen Lieder darzubieten.

“Ich möchte hinzufügen, dass mich die kurdische Musik genährt hat und ich mich freuen würde, wenn diese Musik ein breiteres Publikum erreichen würde, und nicht nur die Musik sondern auch die Kultur, die sie geboren hat. Als Frau, die kurdische Musik singt, ist mir die Gewalt und die Unterdrückung, die den Frauen und Kindern meines Volkes und dem ganzen Mittleren Osten widerfährt bewusst und meine Hoffnung ist der Friede.”, so Aynur.

Tracks:
1 Ahmedo
2 Kece Kurdan
3 Min Biriya te Kiriye
4 Bexo
5 Dar Hejiroke
6 Ölürsem Kabrime Gelme
7 Pervane
8 Dewo Dewo
9 Daye (Rojek te)
10 Heseniko
11 Nedan

2008
Kece Kurdan

Aynur DoÄŸan wurde am 1. März 1975 in Çemisgezek, Türkei, in einer vorwiegend von Zaza-Kurden bewohnten Region geboren.

Als sie Anfang der 1990er-Jahre mit ihren Eltern von ihrem Heimatdorf aufgrund der damaligen politischen Ereignisse nach Istanbul zog, kam sie zum ersten Mal intensiv mit Musik in Berührung. Diese Erfahrung rief in ihr den Wunsch wach, Musikerin zu werden. Aynur nahm daraufhin Unterricht für BaÄŸlama und studierte Gesang.

Mit “Keçe Kurdan” wird nun ihr bereits 2004 erschienenes zweites Album neu aufgelegt, das unter Mitwirkung von Aykut Gürel, Serdar Ateºer, Kemal Sahir Gürel und Burhan Bayar eingespielt wurde. Produziert wurde es von Hasan Saltik, den Produzenten und Gründer von Kalan, einem der besten türkischen Labels. Das Album enthält eigene Kompositionen wie auch türkische und kurdische Volkslieder. Der Titel bedeutet auf deutsch “Kurdisches Mädchen”.

Das Album war nicht nur in den kurdischen Albumcharts sehr erfolgreich, sondern erregte auch in der türkischen und internationalen Presse große Aufmerksamkeit. Doch brachte es der Sängerin auch Ärger ein. So entschied ein Gericht in Diyarbakır, das Album zu verbieten. Angeblich sollte das Titelstück Frauen dazu ermutigen, sich für den Kampf der Kurden zu engagieren. Nur wenige Monate später wurde das Urteil allerdings wieder aufgehoben.

Dazu Aynur: “Gut, es gibt einen politischen Unterton in der kurdischen Musik. Nichtsdestotrotz ist das, was mich am meisten interessiert, dass die Musik von Liebe, Emotion, Freude und der Bitterkeit des Lebens erzählt. Manchmal kommt es vor, dass die Emotionen in meinen Liedern von politischen Ereignissen herrühren, aber grundsätzlich sind meine Lieder nicht politisch. Ich glaube auch, dass das Teil meiner kurdischen Musikerziehung ist. Politische Lieder sind ein neues Phänomen in der kurdischen Musik, während die Barden der Vergangenheit von Themen sangen, die mich mehr interessieren. Ich mache Musik und keine Politik.”

In Aynurs Musik findet man neben kurdischer und türkischer Musik, Einflüsse aus dem Mittleren Orient, dem Iran, Spanien, Griechenland und Lateinamerika. Aber was ihren Stil am meisten prägt, ist die große Tradition der Barden aus dem Osten der Türkei, wo die Barden von Stadt zu Stadt zogen um ihre eigenen Kompositionen sowie die über Jahrhunderte hinweg von Generation zu Generation überlieferten ehrwürdigen Lieder darzubieten.

“Ich möchte hinzufügen, dass mich die kurdische Musik genährt hat und ich mich freuen würde, wenn diese Musik ein breiteres Publikum erreichen würde, und nicht nur die Musik sondern auch die Kultur, die sie geboren hat. Als Frau, die kurdische Musik singt, ist mir die Gewalt und die Unterdrückung, die den Frauen und Kindern meines Volkes und dem ganzen Mittleren Osten widerfährt bewusst und meine Hoffnung ist der Friede.”, so Aynur.

Tracks:
1 Ahmedo
2 Kece Kurdan
3 Min Biriya te Kiriye
4 Bexo
5 Dar Hejiroke
6 Ölürsem Kabrime Gelme
7 Pervane
8 Dewo Dewo
9 Daye (Rojek te)
10 Heseniko
11 Nedan

Textdatum: 2008-03-19  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Vertrieb: Galileo Music Communication
Tracks: 11
Format: CD
Ident-Code: 1400/1152/1


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