Amanda Rheaume
Holding Patterns

“Schätzungsweise 1180 indigene Frauen und Mädchen wurden in Kanada ermordet oder sind verschwunden.” Mit dieser Einblendung beginnt das Video von “Red Dress”, einem Titel des neuen Albums “Holding Patterns” der indigenen kanadischen Sängerin und Songwriterin Amanda Rheaume.

Ihre Musik wird allzu schnell in den Pop-Folk- oder Pop-Country-Topf geworfen. Klar, vordergründig klingen Amanda Rheaumes Lieder häufig danach. Aber eine weitergehende Auseinandersetzung mit der Künstlerin und ihrer Musik, fördert schon bald die Erkenntnis zutage, dass ihr Werk tiefgründiger ist. Sie setzt sich mit ihrer indigenen Herkunft und ihrem Frausein auseinander und gießt dies in eine musikalische Form.

Seit jeher hat sie sich intensiv mit indigenen Themen beschäftigt und sich dabei häufig empören müssen. Zum Beispiel über den Gerichtsprozess zum Tod von Cindy Gladue (http://www.ctvnews.ca/canada/cindy-gladue-case-why-the-not-guilty-verdict-has-sparked-outrage-1.2309102). Sie beteiligte sich u.a. an Demonstrationen der MMIWG (Missing and Murdered Indigenous Women and Girls). Diese Erfahrungen fanden verständlicherweise musikalischen Ausdruck bei Amanda Rheaume. Tönendes Zeugnis für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Native American in Kanada ist auch ihr Album “Keep a fire” von 2013 geworden. Die eigene Familiengeschichte wird darin beleuchtet und der erwähnte Prozess in beeindruckender Weise dokumentiert.

Aus dieser Empörung und der daraus resultierenden Motivation heraus entstand der Titel “Red dress”, um den das gesamte Album “Holding Patterns” kreist. Beteiligt an “Red dress” war auch die kanadischen Musikerin Chantal Kreviazuk , selbst indigener Abstammung. Zwei starke Frauen, die die Nase voll haben von Geschichtsverfälschung und Unterdrückung. Das Video (siehe unten) unter Beteiligung der Tanzkünstlerin Aria Evans (ebenfalls eine Native American) visualisiert das Thema in schöner Weise.

Angesichts der ernsten Thematik gerät die Musik der Kanadierin beinahe in den Hintergrund. Dabei ist es ja gerade die Musik, die die Emotionen transportiert. Amanda Rheaume erweist sich auch auf “Holding Patterns” als versierte Komponistin, der es scheinbar spielend gelingt, ausdrucksstarke Ohrwürmer zu kreieren. Dabei kommt ihr ihre leicht rauhe und dadurch gewaltig ausdrucksstarke Stimme zuhilfe. Insgesamt ist “Holding Patterns” nicht so ernst geraten, wie der Vorgänger. Aber auch dies verdeutlicht, wie bewusst Amanda Rheaume komponiert und jedem Text die passende musikalische Gestalt zu geben vermag.

Tracks

Get to the Part (03:54)
Mind over Matter (03:54)
Time to Land (03:57)
Red Dress (feat. Chantal Kreviazuk) (02:20)
The Day the Mountain Fell (04:05)
All That You Need (04:29)
Beat the Rain (03:33)
Blood from a Stone (03:59)
Wolf of Time (03:12)
This Time Around (03:34)
Dead Horse (04:00)
On Disappearing (01:52)

Holding Patterns Tour 2016

28.10.2016 | Elmshorn, Kranhaus
29.10.2016 | Verden, Korn Glanders
30.10.2016 | Frelsdorf, Bostelmann`s Saal
01.11.2016 | Blankenburg, E-Werk
02.11.2016 | Lichtentanne, St.Barbara
03.11.2016 | Dresden, The Groove Station
04.11.2016 | Singwitz, Kesselhaus
07.11.2016 | Wesel, Karo
08.11.2016 | Frankfurt, Space
10.11.2016 | Bartenbach, Engel
13.11.2016 | Isernhagen, Blues Garage
14.11.2016 | Kolbermoor, Kesselhaus
16.11.2016 | München, Rattlesnake Salon
18.11.2016 | Göttingen, Nordesteld
19.11.2016 | Solingen, Charly’s Diner
30.11.2016 | Krefeld, Kulturrampe
01.12.2016 | Weilburg,Lindencult
04.12.2016 | Norderstedt, Music Star


Orientierungshilfe

Holding Patterns

“Schätzungsweise 1180 indigene Frauen und Mädchen wurden in Kanada ermordet oder sind verschwunden.” Mit dieser Einblendung beginnt das Video von “Red Dress”, einem Titel des neuen Albums “Holding Patterns” der indigenen kanadischen Sängerin und Songwriterin Amanda Rheaume.

Ihre Musik wird allzu schnell in den Pop-Folk- oder Pop-Country-Topf geworfen. Klar, vordergründig klingen Amanda Rheaumes Lieder häufig danach. Aber eine weitergehende Auseinandersetzung mit der Künstlerin und ihrer Musik, fördert schon bald die Erkenntnis zutage, dass ihr Werk tiefgründiger ist. Sie setzt sich mit ihrer indigenen Herkunft und ihrem Frausein auseinander und gießt dies in eine musikalische Form.

Seit jeher hat sie sich intensiv mit indigenen Themen beschäftigt und sich dabei häufig empören müssen. Zum Beispiel über den Gerichtsprozess zum Tod von Cindy Gladue (http://www.ctvnews.ca/canada/cindy-gladue-case-why-the-not-guilty-verdict-has-sparked-outrage-1.2309102). Sie beteiligte sich u.a. an Demonstrationen der MMIWG (Missing and Murdered Indigenous Women and Girls). Diese Erfahrungen fanden verständlicherweise musikalischen Ausdruck bei Amanda Rheaume. Tönendes Zeugnis für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Native American in Kanada ist auch ihr Album “Keep a fire” von 2013 geworden. Die eigene Familiengeschichte wird darin beleuchtet und der erwähnte Prozess in beeindruckender Weise dokumentiert.

Aus dieser Empörung und der daraus resultierenden Motivation heraus entstand der Titel “Red dress”, um den das gesamte Album “Holding Patterns” kreist. Beteiligt an “Red dress” war auch die kanadischen Musikerin Chantal Kreviazuk , selbst indigener Abstammung. Zwei starke Frauen, die die Nase voll haben von Geschichtsverfälschung und Unterdrückung. Das Video (siehe unten) unter Beteiligung der Tanzkünstlerin Aria Evans (ebenfalls eine Native American) visualisiert das Thema in schöner Weise.

Angesichts der ernsten Thematik gerät die Musik der Kanadierin beinahe in den Hintergrund. Dabei ist es ja gerade die Musik, die die Emotionen transportiert. Amanda Rheaume erweist sich auch auf “Holding Patterns” als versierte Komponistin, der es scheinbar spielend gelingt, ausdrucksstarke Ohrwürmer zu kreieren. Dabei kommt ihr ihre leicht rauhe und dadurch gewaltig ausdrucksstarke Stimme zuhilfe. Insgesamt ist “Holding Patterns” nicht so ernst geraten, wie der Vorgänger. Aber auch dies verdeutlicht, wie bewusst Amanda Rheaume komponiert und jedem Text die passende musikalische Gestalt zu geben vermag.

Tracks

Get to the Part (03:54)
Mind over Matter (03:54)
Time to Land (03:57)
Red Dress (feat. Chantal Kreviazuk) (02:20)
The Day the Mountain Fell (04:05)
All That You Need (04:29)
Beat the Rain (03:33)
Blood from a Stone (03:59)
Wolf of Time (03:12)
This Time Around (03:34)
Dead Horse (04:00)
On Disappearing (01:52)

Holding Patterns Tour 2016

28.10.2016 | Elmshorn, Kranhaus
29.10.2016 | Verden, Korn Glanders
30.10.2016 | Frelsdorf, Bostelmann`s Saal
01.11.2016 | Blankenburg, E-Werk
02.11.2016 | Lichtentanne, St.Barbara
03.11.2016 | Dresden, The Groove Station
04.11.2016 | Singwitz, Kesselhaus
07.11.2016 | Wesel, Karo
08.11.2016 | Frankfurt, Space
10.11.2016 | Bartenbach, Engel
13.11.2016 | Isernhagen, Blues Garage
14.11.2016 | Kolbermoor, Kesselhaus
16.11.2016 | München, Rattlesnake Salon
18.11.2016 | Göttingen, Nordesteld
19.11.2016 | Solingen, Charly’s Diner
30.11.2016 | Krefeld, Kulturrampe
01.12.2016 | Weilburg,Lindencult
04.12.2016 | Norderstedt, Music Star

Textdatum: 2016-10-11  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Artikelfoto/s: © Jen Squires
Label: India Media Group / Big Lake Music
Spieldauer: 42:55
Tracks: 12
Ident-Code: 10737/884/1


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