Al Andaluz Project
De Deus et Diabulus

Andalusien ist von den 17 autonomen Provinzen Spaniens die südlichste der auf dem Festland gelegenen. Die Hauptstadt Andalusiens ist Sevilla. Bei der südlichsten Stadt Andalusiens Tarifa, sind Europa und Afrika nur 14 km voneinander entfernt und nur durch die Straße von Gibraltar voneinander getrennt. Besonders berühmt ist die Region durch ihre Musik, den Flamenco.

Die Meerenge bei Gibraltar nutzten im Jahre 711 Araber und Berber aus der Gegend des heutigen Marokko um in Spanien einzufallen. Dort herrschte zu der Zeit Bürgerkrieg. Für die spätere Renaissance in Europa war die arabisch-islamische Besiedlung Spaniens (sie dauerte bis 1492) sehr wichtig. Das heutige Andalusien stand von allen spanischen Regionen am längsten unter arabischer Herrschaft. Die Einflüsse der Muslime sind auch heute noch vor allem in der Architektur zu sehen und in der Musik zu hören.

Der Mythos, dass die Zeit der arabisch-islamischen Herrschaft eine Blütezeit der Wissenschaften und der Künste gewesen sei und in “Al-Andalus” Toleranz geherrscht habe, entspricht nicht ganz den Realitäten. Für bestimmte Phasen mag diese Sicht durchaus zutreffen und eine Toleranz gegenüber Christen und Juden vorgeherrscht haben, in anderen Phasen aber gab es Intoleranz und Unterdrückung. Die Zeiten gegenseitigen Respekts und Interesses kann man dennoch als einen Beweis ansehen, dass ein friedliches und respektvolles Mit- und Nebeneinander der Religionen möglich ist. Der Reichtum an musikalischer Literatur aus dieser Zeit ist auch heute noch lebendig. Gerade in der Musik lässt sich das gleichwertige Nebeneinander und die gegenseitige Befruchtung nachvollziehen. Das “Al Andaluz Project”, eine Zusammenarbeit der Gruppen “L’Ham de Foc”, “Amán Amán” und “Estampie”, hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Musik wieder aufleben zu lassen.

Gerade in heutiger Zeit, wo Fundamentalisten (egal welcher Religion zugehörig) nicht müde werden, Unterschiede zu betonen und die eigene Überlegenheit zu propagieren, ist es wichtig, gegen Intoleranz und Hass ein Zeichen zu setzen. Dieses internationale und interkulturelle Projekt leistet mit der vorliegenden CD einen wichtigen Beitrag dazu und hält die Erinnerung wach an eine Periode, in der ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Kultur möglich war.

Tracks:
1. Morena (Sefardi, Trad.)
2. A Virgen Mui Groriosa (Cantiga De Santa Maria)
3. Nassam Alaina Lhawa (Arabo-Andalus., Trad.)
4. Pandero (M. Aranda/E.Lopez)
5. De Santa Maria (Cantiga De Santa Maria, 13. Jhdt)
6. Chamsse Lachia (Nuba Kudam Al-Maya)
7. La Galana Y El Mar (Sefardi, Trad.)
8. Gran Dereit (Cantiga De Santa Maria)
9. Atiny Naya-Solo Iman (Arabo-Andalusi, Trad.)
10. Lluna (Instr., E.Lopez)
11. Arracha Lfatan (Nuba Garnati)
12. Las Suegras De Ahora (Sefardi, Trad.)

2007
De Deus et Diabulus

Andalusien ist von den 17 autonomen Provinzen Spaniens die südlichste der auf dem Festland gelegenen. Die Hauptstadt Andalusiens ist Sevilla. Bei der südlichsten Stadt Andalusiens Tarifa, sind Europa und Afrika nur 14 km voneinander entfernt und nur durch die Straße von Gibraltar voneinander getrennt. Besonders berühmt ist die Region durch ihre Musik, den Flamenco.

Die Meerenge bei Gibraltar nutzten im Jahre 711 Araber und Berber aus der Gegend des heutigen Marokko um in Spanien einzufallen. Dort herrschte zu der Zeit Bürgerkrieg. Für die spätere Renaissance in Europa war die arabisch-islamische Besiedlung Spaniens (sie dauerte bis 1492) sehr wichtig. Das heutige Andalusien stand von allen spanischen Regionen am längsten unter arabischer Herrschaft. Die Einflüsse der Muslime sind auch heute noch vor allem in der Architektur zu sehen und in der Musik zu hören.

Der Mythos, dass die Zeit der arabisch-islamischen Herrschaft eine Blütezeit der Wissenschaften und der Künste gewesen sei und in “Al-Andalus” Toleranz geherrscht habe, entspricht nicht ganz den Realitäten. Für bestimmte Phasen mag diese Sicht durchaus zutreffen und eine Toleranz gegenüber Christen und Juden vorgeherrscht haben, in anderen Phasen aber gab es Intoleranz und Unterdrückung. Die Zeiten gegenseitigen Respekts und Interesses kann man dennoch als einen Beweis ansehen, dass ein friedliches und respektvolles Mit- und Nebeneinander der Religionen möglich ist. Der Reichtum an musikalischer Literatur aus dieser Zeit ist auch heute noch lebendig. Gerade in der Musik lässt sich das gleichwertige Nebeneinander und die gegenseitige Befruchtung nachvollziehen. Das “Al Andaluz Project”, eine Zusammenarbeit der Gruppen “L’Ham de Foc”, “Amán Amán” und “Estampie”, hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Musik wieder aufleben zu lassen.

Gerade in heutiger Zeit, wo Fundamentalisten (egal welcher Religion zugehörig) nicht müde werden, Unterschiede zu betonen und die eigene Überlegenheit zu propagieren, ist es wichtig, gegen Intoleranz und Hass ein Zeichen zu setzen. Dieses internationale und interkulturelle Projekt leistet mit der vorliegenden CD einen wichtigen Beitrag dazu und hält die Erinnerung wach an eine Periode, in der ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Kultur möglich war.

Tracks:
1. Morena (Sefardi, Trad.)
2. A Virgen Mui Groriosa (Cantiga De Santa Maria)
3. Nassam Alaina Lhawa (Arabo-Andalus., Trad.)
4. Pandero (M. Aranda/E.Lopez)
5. De Santa Maria (Cantiga De Santa Maria, 13. Jhdt)
6. Chamsse Lachia (Nuba Kudam Al-Maya)
7. La Galana Y El Mar (Sefardi, Trad.)
8. Gran Dereit (Cantiga De Santa Maria)
9. Atiny Naya-Solo Iman (Arabo-Andalusi, Trad.)
10. Lluna (Instr., E.Lopez)
11. Arracha Lfatan (Nuba Garnati)
12. Las Suegras De Ahora (Sefardi, Trad.)

Textdatum: 2007-11-19  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Vertrieb: Galileo Music Communication GmbH
Ident-Code: 1098/921/1


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