Te Vaka
Lassen Kälteeinbruch vergessen

Ehrlich gesagt, hatte ich Bedenken, ob es klappen würde, Südseemusik bei äusseren Minusgraden in einem Festzelt zu präsentieren. Um es vorweg zu nehmen: Es hat hervorragend geklappt!

Gestern abend fand beim “Herbstfestival” im Biergarten Gumpp bei Donauwörth ein Konzert der Südsee-Band Te Vaka statt. Te Vaka waren vor wenigen Tagen erst in Paris angekommen, wo sie anlässlich der Rugby-WM drei Konzerte gaben. Die Band nutzte die Gelegenheit und hängte noch zwei Konzerte in Deutschland an. Auf Einladung von Lorenz Gumpp, Betreiber des Biegartens und seit Jahren mit der Band befreundet, kamen sie in das kleine Donauwörth. Bereits 2003 waren sie einer Einladung Gumpps dorthin gefolgt.

Dieses Mal dachten sie sich etwas Besonderes aus: Die Musiker/innen von Te Vaka bereiteten bereits am Nachmittag ein typisches Gericht ihrer Heimat zu. Umu, Wildschwein in Gemüse eingebettet und mehrere Stunden in einem extra hierfür angelegten Erdofen gegart. Umu fand bei den Gästen großen Anklang. So wurde das Konzert nicht nur ein musikalischer Hochgenuss, sondern auch ein kulinarischer.

Te Vaka: Donauwörth 2Te Vaka ist die beste und bekannteste moderne Band Polynesiens. Der Bandname bedeutet auf deutsch “Das Kanu”. Te Vaka verbinden verschiedene Einflüsse aus dem gesamten pazifischen Raum mit Rock- und Popelementen und kreieren auf diese Weise eine äussert interessante eingängige Musik. Die Gruppe hat neben der Standardbesetzung mit zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und Keyboards, eine Percussionsektion mit verschiedensten Fell- und Baumstammtrommeln und ein Tanzensemble. Die Gruppe wurde 1995 von Opetaia Foa’i in Neuseeland gegründet und hat bis zu 13 Mitglieder, die aus den verschiedensten Ländern der Region kommen.

Kopf und Hauptkomponist der Band ist Opetaia Foa’i, der auf der Bühne Akustik-Gitarre spielt und Leadsänger ist. Zum Kern der Band gehören zudem die sympathische Sängerin Melodee Panapa, der exzellente Gitarrist Jeff Harris und die kräftig treibende Rhythmussektion aus Schlagzeuger Manase Foa’i und Bassist Vasa Foa’i.

Die Bandmitglieder, beim Soundcheck noch mit Mütze, Schal und Handschuhen bekleidet, ließen sich nicht lumpen und zeigten ihre gewohnte Show mit leichtbekleideten barfüßigen Tänzerinnen und Tänzern, die der kalten Witterung trotzten. Schon allein deshalb hat die sympathische Band größten Respekt verdient!

Te Vaka: Donauwörth 3Das anfangs etwas zurückhaltende Publikum ließ nach der Pause ihrer Begeisterung freien Lauf. Te Vaka heizten mit ihren vielen Trommel- und Tanzeinlagen kräftig ein und ließen die kalte Witterung vergessen. Sie zelebrierten eine grandiose Musik- und Tanzshow mit mitreissender Musik und Tänzen in der Kleidung ihrer Heimat. Das Setlist beinhaltete viele Hits ihrer 5 Alben, wie “Pate Pate” vom Album “Ki Mua” (1999), “Samulai” und “Manu Samoa” vom Album “Tutuki” (2004). Auch Stücke ihres heuer erschienenen Albums “Olatia” wurden präsentiert.

Haupttänzer Etueni Pita und die meisten männlichen Bandmitglieder belohnten das Publikum sogar noch mit einem Haka, einem Kriegstanz der Maori, wofür sich das Publikum mit frenetischem Beifall bedankte. Te Vaka wurden erst nach drei Zugabenblöcken endgültig von der Bühne gelassen.

Zu diesem Konzert fanden Zuschauer aus ganz Bayern den Weg nach Donauwörth, die weiteste Anreise hatten aber Fans aus Berlin. Es hatte sich sogar ein Fan-Bus aus der Schweiz angekündigt. Nach diesem Konzert kann man sich gut vorstellen, dass das Eröffnungskonzert ihrer nächsten Europatour im Biergarten Gumpp stattfinden wird.

Te Vaka: Donauwörth 4Hinweis: Opetaia Foa’i, Kopf der Band, scheint Anhänger des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard zu sein. Es finden sich entsprechende Danksagungen in den Credits einiger ihrer Alben. Uns geht es hier ausschließlich um die Musik Te Vakas. Dass in den Texten der Band ideologisch gefärbte Aussagen zu finden sind, ist durchaus möglich, uns jedoch nicht bekannt. Bei diesem Konzert wurde keine Werbung für Scientology gemacht.

Te Vaka hat oder hatte Kontakte zum Label ARC, das in Beziehung zu Scientology steht. In Deutschland wird die Scientology-Kirche seit 1997 durch den Verfassungsschutz beobachtet. Das Weltmusik-Magazin distanziert sich ausdrücklich von Scientology und deren Ideologie. Siehe hierzu auch diese Meldung: http://www.global-music.de/?p=1456

Diskografie:
CDs:
Te Vaka, 1997
Ki mua, 1999
Nukukehe, 2002
Tutuki, 2004
Olatia, 2007

DVDs:
Live at Apia Park, 2003
Live in Concert, 2006

Besetzung (variiert):
Opetaia Foa’i: Band leader, guitarist, percussionist lead singer and song writer
Melodee Panapa: Lead and backing vocals
Manase Foa’i: Drum kit, Pate Toa (rhythm log drums), Pate liki (double log drums)
Vasa Foa’i: Bass player and Pau’u Malu (goat skin bass drum)
Neil Forrest: Guitar, Pate Toa (rhythm log drums), Pate liki (double log drums), Pa’u Malu, skin drums, keys & flute
Jeff Harris: Electric guitar, log drums and vocals
Matatia Foa’i: Drum kit, log Drums, skin drums, Percussion
Etueni (Edwin) Pita: Lead Dancer
Tremayne Lihou: Dancer
Olivia Foa’i: Singer & dancer
Talaga Sale: Singer & dancer

2007
Lassen Kälteeinbruch vergessen

Ehrlich gesagt, hatte ich Bedenken, ob es klappen würde, Südseemusik bei äusseren Minusgraden in einem Festzelt zu präsentieren. Um es vorweg zu nehmen: Es hat hervorragend geklappt!

Gestern abend fand beim “Herbstfestival” im Biergarten Gumpp bei Donauwörth ein Konzert der Südsee-Band Te Vaka statt. Te Vaka waren vor wenigen Tagen erst in Paris angekommen, wo sie anlässlich der Rugby-WM drei Konzerte gaben. Die Band nutzte die Gelegenheit und hängte noch zwei Konzerte in Deutschland an. Auf Einladung von Lorenz Gumpp, Betreiber des Biegartens und seit Jahren mit der Band befreundet, kamen sie in das kleine Donauwörth. Bereits 2003 waren sie einer Einladung Gumpps dorthin gefolgt.

Dieses Mal dachten sie sich etwas Besonderes aus: Die Musiker/innen von Te Vaka bereiteten bereits am Nachmittag ein typisches Gericht ihrer Heimat zu. Umu, Wildschwein in Gemüse eingebettet und mehrere Stunden in einem extra hierfür angelegten Erdofen gegart. Umu fand bei den Gästen großen Anklang. So wurde das Konzert nicht nur ein musikalischer Hochgenuss, sondern auch ein kulinarischer.

Te Vaka: Donauwörth 2Te Vaka ist die beste und bekannteste moderne Band Polynesiens. Der Bandname bedeutet auf deutsch “Das Kanu”. Te Vaka verbinden verschiedene Einflüsse aus dem gesamten pazifischen Raum mit Rock- und Popelementen und kreieren auf diese Weise eine äussert interessante eingängige Musik. Die Gruppe hat neben der Standardbesetzung mit zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und Keyboards, eine Percussionsektion mit verschiedensten Fell- und Baumstammtrommeln und ein Tanzensemble. Die Gruppe wurde 1995 von Opetaia Foa’i in Neuseeland gegründet und hat bis zu 13 Mitglieder, die aus den verschiedensten Ländern der Region kommen.

Kopf und Hauptkomponist der Band ist Opetaia Foa’i, der auf der Bühne Akustik-Gitarre spielt und Leadsänger ist. Zum Kern der Band gehören zudem die sympathische Sängerin Melodee Panapa, der exzellente Gitarrist Jeff Harris und die kräftig treibende Rhythmussektion aus Schlagzeuger Manase Foa’i und Bassist Vasa Foa’i.

Die Bandmitglieder, beim Soundcheck noch mit Mütze, Schal und Handschuhen bekleidet, ließen sich nicht lumpen und zeigten ihre gewohnte Show mit leichtbekleideten barfüßigen Tänzerinnen und Tänzern, die der kalten Witterung trotzten. Schon allein deshalb hat die sympathische Band größten Respekt verdient!

Te Vaka: Donauwörth 3Das anfangs etwas zurückhaltende Publikum ließ nach der Pause ihrer Begeisterung freien Lauf. Te Vaka heizten mit ihren vielen Trommel- und Tanzeinlagen kräftig ein und ließen die kalte Witterung vergessen. Sie zelebrierten eine grandiose Musik- und Tanzshow mit mitreissender Musik und Tänzen in der Kleidung ihrer Heimat. Das Setlist beinhaltete viele Hits ihrer 5 Alben, wie “Pate Pate” vom Album “Ki Mua” (1999), “Samulai” und “Manu Samoa” vom Album “Tutuki” (2004). Auch Stücke ihres heuer erschienenen Albums “Olatia” wurden präsentiert.

Haupttänzer Etueni Pita und die meisten männlichen Bandmitglieder belohnten das Publikum sogar noch mit einem Haka, einem Kriegstanz der Maori, wofür sich das Publikum mit frenetischem Beifall bedankte. Te Vaka wurden erst nach drei Zugabenblöcken endgültig von der Bühne gelassen.

Zu diesem Konzert fanden Zuschauer aus ganz Bayern den Weg nach Donauwörth, die weiteste Anreise hatten aber Fans aus Berlin. Es hatte sich sogar ein Fan-Bus aus der Schweiz angekündigt. Nach diesem Konzert kann man sich gut vorstellen, dass das Eröffnungskonzert ihrer nächsten Europatour im Biergarten Gumpp stattfinden wird.

Te Vaka: Donauwörth 4Hinweis: Opetaia Foa’i, Kopf der Band, scheint Anhänger des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard zu sein. Es finden sich entsprechende Danksagungen in den Credits einiger ihrer Alben. Uns geht es hier ausschließlich um die Musik Te Vakas. Dass in den Texten der Band ideologisch gefärbte Aussagen zu finden sind, ist durchaus möglich, uns jedoch nicht bekannt. Bei diesem Konzert wurde keine Werbung für Scientology gemacht.

Te Vaka hat oder hatte Kontakte zum Label ARC, das in Beziehung zu Scientology steht. In Deutschland wird die Scientology-Kirche seit 1997 durch den Verfassungsschutz beobachtet. Das Weltmusik-Magazin distanziert sich ausdrücklich von Scientology und deren Ideologie. Siehe hierzu auch diese Meldung: http://www.global-music.de/?p=1456

Diskografie:
CDs:
Te Vaka, 1997
Ki mua, 1999
Nukukehe, 2002
Tutuki, 2004
Olatia, 2007

DVDs:
Live at Apia Park, 2003
Live in Concert, 2006

Besetzung (variiert):
Opetaia Foa’i: Band leader, guitarist, percussionist lead singer and song writer
Melodee Panapa: Lead and backing vocals
Manase Foa’i: Drum kit, Pate Toa (rhythm log drums), Pate liki (double log drums)
Vasa Foa’i: Bass player and Pau’u Malu (goat skin bass drum)
Neil Forrest: Guitar, Pate Toa (rhythm log drums), Pate liki (double log drums), Pa’u Malu, skin drums, keys & flute
Jeff Harris: Electric guitar, log drums and vocals
Matatia Foa’i: Drum kit, log Drums, skin drums, Percussion
Etueni (Edwin) Pita: Lead Dancer
Tremayne Lihou: Dancer
Olivia Foa’i: Singer & dancer
Talaga Sale: Singer & dancer

Textdatum: 2007-10-21  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Artikelfoto/s: © WMM
Ident-Code: 1023/1106/1


Alben


Ki Mua

Live at Apia Park

Tutuki

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