Randi Tytingvåg
Three

Die norwegische Sängerin und Songwriterin Randi Tytingvåg bringt mit ihrer Musik die Hörer zum Strahlen. „Three“ ist ihr Debüt auf dem Emotion-Label, das unter der ACT-Fahne stiloffene Musik jenseits des Jazz präsentiert. Das Album ist stark von Tytingvågs Liebe zur amerikanischen Folk- und Country-Tradition geprägt. Sowohl ihre eigenen Songs als auch Interpretationen von großen Song- und Jazzklassikern klingen dadurch warm, persönlich und wie aus einem Guss.

Spätestens seitdem Tytingvåg 2004 den Preis als „Künstlerin des Jahres“ ihrer Heimatstadt Stavanger gewann, gehört die 36-Jährige zu den meistbeachteten norwegischen Singer/Songwriterinnen. Auf fünf Alben hat sie seitdem eine für skandinavische Sängerinnen typische Mischung aus Folk, Pop und Jazz kultiviert. „Ich habe immer alle Arten von Musik gehört, nie nur eine“, sagt Tytingvåg. Mit derselben Offenheit holte sie sich das Rüstzeug für die professionelle Karriere, indem sie Ende der neunziger Jahre nach London ging: „Ich entschied, dass ich einige Zeit im Ausland leben wollte. Das hat mich als Person geprägt, meine ganze Entwicklung. Der Gesangsunterricht war eher ein Oldschool-Jazztraining, ganz klassisch. Aber dies war mir wichtig als Grundlage, bevor man anfängt stimmlich zu experimentieren und sich ins Crossover vorwagt. Ich hatte mit Michael Burnett auch einen großartigen Kompositionslehrer, der mich bestärkte, eigene Songs zu schreiben. Außerdem wollte ich Englisch, die Sprache des Jazzgesangs, fließend sprechen und deshalb im Land lernen.“

Mit all dem Erlernten probierte sie ihre Möglichkeiten aus. „Ich habe immer versucht, meinem Herz zu folgen“, sagt sie. Bereits bei ihren früheren Alben war Country Music dabei, die angloamerikanische Volksmusik neben dem Blues. „Schon als Kind habe ich Emmylou Harris, Dolly Parton, Johnny Cash oder Gram Parsons gehört. Und ich tue das bis heute.“ Jetzt war es bei „Three“ an der Zeit, sich ganz auf die frühe Liebe zu konzentrieren. Wofür es noch einen Grund gibt: „Ich bin auch immer von den Musikern beeinflusst, mit denen ich gerade arbeite.“ Bei „Three“ sind das Dag S. Vagle und Erlend Aasland, die Tytingvåg, obwohl Vagle ebenfalls aus der Gegend um Stavanger stammt, erst vor gut zwei Jahren kennenlernte. Beide sind herausragende Vertreter der Country- Szene ihres Landes, haben aber auch Jazz gespielt – „das ist wichtig, um etwas wagen zu können, denke ich“, sagt Tytingvåg.

Mit den beiden fand sie die Idealbesetzung für das Trio, das ihr vorschwebte. „Ich wollte ein Projekt, das trotz der kleinen Besetzung viele Möglichkeiten hat. Dag ist ein fantastischer Sänger und Gitarrist; Erlend ist ebenfalls ein ausgezeichneter Sänger, und er verfügt über eine große instrumentale Bandbreite. Das war perfekt. Wir haben lange an den Arrangements gearbeitet, um unseren Sound zu kreieren.“ Tatsächlich ist „Three“ ein Album mit einem ganz eigenen ruhigen Flow geworden, ein Fest des Klangs von Stimmen und Saiten. Wunderbar harmonisch schmiegt sich Aaslands helle Banjo- oder Cavaquinho-Stimme (eine Art Ukulele), mal ganz ruhig, mal im schnellen Groove an die warmen, mitunter rockigen Gitarren von Vagle. Mitunter fügt auch noch ein abgedämpftes Klavier eine neue Farbe oder eine Basslinie hinzu. Absolut außergewöhnlich aber sind die von Randi Tytingvåg angeführten Duette mit Vagle und die zu dritt gesungenen Chorpassagen: ausdrucksstark, ruhig und kraftvoll.

Was umso mehr zur Geltung kommt, weil Tytingvåg völlig auf Schlagzeug oder Perkussion verzichte. „Es war mir hier sehr wichtig, von jeder Staffage wegzukommen. Ich habe versucht, alle Stücke zu entkleiden und zum Kern vorzudringen. Und bei dem zu bleiben, was der Song wirklich bedeutet“, betont sie. Was ihr nicht nur bei sechs wunderschönen, abwechslungsreichen Eigenkompositionen gelingt, sondern auch bei acht Standards der verschiedensten Richtungen – von Gilbert Becauds „Let It Be Me“ und dem von Doris Day populär gemachten „Que Sera Sera“ über Joni Mitchells „Both Sides Now“ und Bob Thieles Louis-Armstrong- Evergreen „What A Wonderful World“ bis zu Cole Porters „Don’t Fence Me In“ oder Gillian Welchs „Hard Times“. „Alles Songs, mit denen ich aufgewachsen bin, die Teil meiner musikalischen Bildung sind. Stücke, die ich wirklich liebe, zu singen.“, sagt Tytingvåg.

Wozu auch ein Stück gehört, das vor allem deutsche Hörer bezaubern dürfte: Friedrich Hollaenders „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ – auf Deutsch! „Ich hatte Deutsch in der Schule, ich liebe die Sprache. Sie ist so klar und direkt. Ich hörte den Song zuerst in der englischen Version ‚Falling In Love Again‘, aber als ich später auf Marlene Dietrichs Version Aufmerksam wurde, hat es mich fast umgehauen. Das war so viel stärker und tiefgehend. Mir war damals klar, dass, falls ich das Stück je aufnehmen würde, ich es dann auf Deutsch singen muss.“ Wie gesagt, „Three“ ist für manches Erweckungserlebnis gut.



Orientierungshilfe

Three

Die norwegische Sängerin und Songwriterin Randi Tytingvåg bringt mit ihrer Musik die Hörer zum Strahlen. „Three“ ist ihr Debüt auf dem Emotion-Label, das unter der ACT-Fahne stiloffene Musik jenseits des Jazz präsentiert. Das Album ist stark von Tytingvågs Liebe zur amerikanischen Folk- und Country-Tradition geprägt. Sowohl ihre eigenen Songs als auch Interpretationen von großen Song- und Jazzklassikern klingen dadurch warm, persönlich und wie aus einem Guss.

Spätestens seitdem Tytingvåg 2004 den Preis als „Künstlerin des Jahres“ ihrer Heimatstadt Stavanger gewann, gehört die 36-Jährige zu den meistbeachteten norwegischen Singer/Songwriterinnen. Auf fünf Alben hat sie seitdem eine für skandinavische Sängerinnen typische Mischung aus Folk, Pop und Jazz kultiviert. „Ich habe immer alle Arten von Musik gehört, nie nur eine“, sagt Tytingvåg. Mit derselben Offenheit holte sie sich das Rüstzeug für die professionelle Karriere, indem sie Ende der neunziger Jahre nach London ging: „Ich entschied, dass ich einige Zeit im Ausland leben wollte. Das hat mich als Person geprägt, meine ganze Entwicklung. Der Gesangsunterricht war eher ein Oldschool-Jazztraining, ganz klassisch. Aber dies war mir wichtig als Grundlage, bevor man anfängt stimmlich zu experimentieren und sich ins Crossover vorwagt. Ich hatte mit Michael Burnett auch einen großartigen Kompositionslehrer, der mich bestärkte, eigene Songs zu schreiben. Außerdem wollte ich Englisch, die Sprache des Jazzgesangs, fließend sprechen und deshalb im Land lernen.“

Mit all dem Erlernten probierte sie ihre Möglichkeiten aus. „Ich habe immer versucht, meinem Herz zu folgen“, sagt sie. Bereits bei ihren früheren Alben war Country Music dabei, die angloamerikanische Volksmusik neben dem Blues. „Schon als Kind habe ich Emmylou Harris, Dolly Parton, Johnny Cash oder Gram Parsons gehört. Und ich tue das bis heute.“ Jetzt war es bei „Three“ an der Zeit, sich ganz auf die frühe Liebe zu konzentrieren. Wofür es noch einen Grund gibt: „Ich bin auch immer von den Musikern beeinflusst, mit denen ich gerade arbeite.“ Bei „Three“ sind das Dag S. Vagle und Erlend Aasland, die Tytingvåg, obwohl Vagle ebenfalls aus der Gegend um Stavanger stammt, erst vor gut zwei Jahren kennenlernte. Beide sind herausragende Vertreter der Country- Szene ihres Landes, haben aber auch Jazz gespielt – „das ist wichtig, um etwas wagen zu können, denke ich“, sagt Tytingvåg.

Mit den beiden fand sie die Idealbesetzung für das Trio, das ihr vorschwebte. „Ich wollte ein Projekt, das trotz der kleinen Besetzung viele Möglichkeiten hat. Dag ist ein fantastischer Sänger und Gitarrist; Erlend ist ebenfalls ein ausgezeichneter Sänger, und er verfügt über eine große instrumentale Bandbreite. Das war perfekt. Wir haben lange an den Arrangements gearbeitet, um unseren Sound zu kreieren.“ Tatsächlich ist „Three“ ein Album mit einem ganz eigenen ruhigen Flow geworden, ein Fest des Klangs von Stimmen und Saiten. Wunderbar harmonisch schmiegt sich Aaslands helle Banjo- oder Cavaquinho-Stimme (eine Art Ukulele), mal ganz ruhig, mal im schnellen Groove an die warmen, mitunter rockigen Gitarren von Vagle. Mitunter fügt auch noch ein abgedämpftes Klavier eine neue Farbe oder eine Basslinie hinzu. Absolut außergewöhnlich aber sind die von Randi Tytingvåg angeführten Duette mit Vagle und die zu dritt gesungenen Chorpassagen: ausdrucksstark, ruhig und kraftvoll.

Was umso mehr zur Geltung kommt, weil Tytingvåg völlig auf Schlagzeug oder Perkussion verzichte. „Es war mir hier sehr wichtig, von jeder Staffage wegzukommen. Ich habe versucht, alle Stücke zu entkleiden und zum Kern vorzudringen. Und bei dem zu bleiben, was der Song wirklich bedeutet“, betont sie. Was ihr nicht nur bei sechs wunderschönen, abwechslungsreichen Eigenkompositionen gelingt, sondern auch bei acht Standards der verschiedensten Richtungen – von Gilbert Becauds „Let It Be Me“ und dem von Doris Day populär gemachten „Que Sera Sera“ über Joni Mitchells „Both Sides Now“ und Bob Thieles Louis-Armstrong- Evergreen „What A Wonderful World“ bis zu Cole Porters „Don’t Fence Me In“ oder Gillian Welchs „Hard Times“. „Alles Songs, mit denen ich aufgewachsen bin, die Teil meiner musikalischen Bildung sind. Stücke, die ich wirklich liebe, zu singen.“, sagt Tytingvåg.

Wozu auch ein Stück gehört, das vor allem deutsche Hörer bezaubern dürfte: Friedrich Hollaenders „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ – auf Deutsch! „Ich hatte Deutsch in der Schule, ich liebe die Sprache. Sie ist so klar und direkt. Ich hörte den Song zuerst in der englischen Version ‚Falling In Love Again‘, aber als ich später auf Marlene Dietrichs Version Aufmerksam wurde, hat es mich fast umgehauen. Das war so viel stärker und tiefgehend. Mir war damals klar, dass, falls ich das Stück je aufnehmen würde, ich es dann auf Deutsch singen muss.“ Wie gesagt, „Three“ ist für manches Erweckungserlebnis gut.



Text date: 2015-11-26  
press announcement
Text: © ACT  
Photo credits: © ACT, Ingvild Sara
Label: ACT
Producer: Randi Tytingvåg
Barcode: 614427400222
Duration: 00:55:35
Tracks: 14
Format: CD
Catalogue No: EMO 4002-2
Ident-Code: 12441/54/1



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