Adam Bałdych & Helge Lien Trio & Tore Brunborg
Brothers

„Brothers“ also heißt Adam Bałdychs neues – obendrein dem Andenken seines verstorbenen Bruders gewidmete – Album, und es geht ihm und seinen Begleitern dementsprechend um mehr als um Virtuosität oder Unterhaltung: „Ich möchte, dass meine Musik in die Zeit, in der wir leben, eindringt und sie reflektiert; dass sie ihre Sorgen und Sehnsüchte aufnimmt. Ich wünsche mir für meine Musik, dass sie die Botschaft von Liebe und Schönheit transportiert. Denn mehr denn je müssen wir uns heute als Brüder und Schwestern fühlen, um einander besser zu verstehen.“ Ein hohes Ziel, das sich auch in Songtiteln wie „Faith“, „Love“, „One“ oder „Shadows“ spiegelt. Aber im bestens eingespielten Verbund mit Helge Lien am Piano, Frode Berg am Bass und Per Oddvar Johansen am Schlagzeug, auf einigen Stücken noch durch den norwegischen Saxofonisten Tore Brunborg (bekannt durch seine Zusammenarbeit etwa mit Tord Gustavsen oder Manu Katchè) verstärkt, besitzt Bałdych auch die Mittel, die verschiedenen Aspekte der Brüderlichkeit musikalisch ausdrücken zu können.

Die Bruderschaft der Musiker ist dafür die Voraussetzung: „Nur völliges Vertrauen und Verständnis führt uns zu einer musikalischen Einheit, die einem kompromisslose musikalische Reisen ermöglicht und das Wagnis zulässt, das Unbekannte zu erforschen“, sagt Bałdych. Dass diese Einheit erreicht wurde, demonstrieren alle neun Stücke des Albums – acht davon Eigenkompositionen von Bałdych. Und auch das Album ergibt ein zusammenhängendes Ganzes, es ist gewissermaßen ein Konzeptalbum geworden. Bałdych schlägt dabei einen Bogen von der fragenden, wuchtig-rockigen Hymne („Elegy“) über die vorsichtig Vertrauen fassende, von Moll in Dur wechselnde Ballade („Faith“) und das lyrische Beschwören der Einheit („One“) und der sein Thema aufgewühlt umkreisende Titeltrack („Brothers“) bis zum sich fast aus dem Nichts kommenden und dorthin wieder ausklingenden „Hallelujah“ von Leonard Cohen.

„Unsere Musik ist ,schmutziger‘ und wilder als beim vorigen Album Bridges“, beschreibt es Bałdych selbst, „wir balancieren auf dem Grat zwischen Schrei und Stille – so wie die heutige Welt, in der Freude und Leid Seite an Seite koexistieren.“ Gefühlvoll und klar im Pianissimo, auf der anderen Seite bis zum Bersten kraftvoll und laut, eindringlich ruft der Geiger in seinem Spiel die gesamte Emotionspalette hervor. Und weil sich im Zusammenspielt polnische und skandinavische Sounds, amerikanische und europäische Improvisationstradition, Stile und Genres so brüderlich vereinen und ergänzen, wird auch der mitgerissene Hörer zum Bruder im Geiste.



Orientierungshilfe

Brothers

„Brothers“ also heißt Adam Bałdychs neues – obendrein dem Andenken seines verstorbenen Bruders gewidmete – Album, und es geht ihm und seinen Begleitern dementsprechend um mehr als um Virtuosität oder Unterhaltung: „Ich möchte, dass meine Musik in die Zeit, in der wir leben, eindringt und sie reflektiert; dass sie ihre Sorgen und Sehnsüchte aufnimmt. Ich wünsche mir für meine Musik, dass sie die Botschaft von Liebe und Schönheit transportiert. Denn mehr denn je müssen wir uns heute als Brüder und Schwestern fühlen, um einander besser zu verstehen.“ Ein hohes Ziel, das sich auch in Songtiteln wie „Faith“, „Love“, „One“ oder „Shadows“ spiegelt. Aber im bestens eingespielten Verbund mit Helge Lien am Piano, Frode Berg am Bass und Per Oddvar Johansen am Schlagzeug, auf einigen Stücken noch durch den norwegischen Saxofonisten Tore Brunborg (bekannt durch seine Zusammenarbeit etwa mit Tord Gustavsen oder Manu Katchè) verstärkt, besitzt Bałdych auch die Mittel, die verschiedenen Aspekte der Brüderlichkeit musikalisch ausdrücken zu können.

Die Bruderschaft der Musiker ist dafür die Voraussetzung: „Nur völliges Vertrauen und Verständnis führt uns zu einer musikalischen Einheit, die einem kompromisslose musikalische Reisen ermöglicht und das Wagnis zulässt, das Unbekannte zu erforschen“, sagt Bałdych. Dass diese Einheit erreicht wurde, demonstrieren alle neun Stücke des Albums – acht davon Eigenkompositionen von Bałdych. Und auch das Album ergibt ein zusammenhängendes Ganzes, es ist gewissermaßen ein Konzeptalbum geworden. Bałdych schlägt dabei einen Bogen von der fragenden, wuchtig-rockigen Hymne („Elegy“) über die vorsichtig Vertrauen fassende, von Moll in Dur wechselnde Ballade („Faith“) und das lyrische Beschwören der Einheit („One“) und der sein Thema aufgewühlt umkreisende Titeltrack („Brothers“) bis zum sich fast aus dem Nichts kommenden und dorthin wieder ausklingenden „Hallelujah“ von Leonard Cohen.

„Unsere Musik ist ,schmutziger‘ und wilder als beim vorigen Album Bridges“, beschreibt es Bałdych selbst, „wir balancieren auf dem Grat zwischen Schrei und Stille – so wie die heutige Welt, in der Freude und Leid Seite an Seite koexistieren.“ Gefühlvoll und klar im Pianissimo, auf der anderen Seite bis zum Bersten kraftvoll und laut, eindringlich ruft der Geiger in seinem Spiel die gesamte Emotionspalette hervor. Und weil sich im Zusammenspielt polnische und skandinavische Sounds, amerikanische und europäische Improvisationstradition, Stile und Genres so brüderlich vereinen und ergänzen, wird auch der mitgerissene Hörer zum Bruder im Geiste.



Textdatum: 2017-10-21  
PRESSEMITTEILUNG
Textrechte:
© ACT  
Artikelfoto/s: © ACT, Magdalena Paszko
Label: ACT
Produzent: Siggi Loch, Adam Bałdych
EAN: 614427981721
Spieldauer: 00:50:06
Tracks: 9
Katalog Nr: ACT 9817
Ident-Code: 12212/402/1


Weitere Artikel

2017-11-23 NACHRICHT
ACT: Neues vom Jazz-Label aus München

Orientierungshilfe

Translation

INTO ENGLISH (using Google translator)

Artikelnavigation

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise zum Urheberrecht

Alle Artikel unserer Webseiten sind durch das Urheberrecht geschützt. Das Kopieren und Verbreiten unserer Artikel bedarf in jedem Fall unsere ausdrückliche Zustimmung. Bei fremden Artikeln bedarf es in jedem Fall der Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers.

Ist als Textquelle nicht "Global Music Magazine" angegeben, handelt es sich um einen externen Artikel. Für den Inhalt dieser auf diese Weise gekennzeichneten Artikel sind die jeweils genannten Autoren bzw. Quellen verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wieder. Achten Sie also unbedingt auf die angebene Textquelle.

Das Vorgenannte gilt entsprechend auch für Abbildungen und Fotos.

Weitere Hinweise zu diesen Themen finden Sie in unserem Impressum.